Смирнов Игорь Борисович,

учитель немецкого языка МОУ города Гатчины Ленинградской области

“Средняя общеобразовательная школа № 9 с углубленным изучением отдельных предметов”,

кандидат педагогических наук, доцент,

Заслуженный учитель РФ,

“Учитель года России – 2002”

“Kinder und Eltern. Beziehungen in der Familie.”*

Учебное занятие в 10(11) классе по теме “Дети и родители. Взаимоотношения в семье” (занятие рассчитано на два сдвоенных урока)

Цель учебного занятия: - сформировать у учащихся ценностные представле-

ния о взаимоотношениях членов семьи и уважительное отношение к старшим и младшим,

- воспитать нетерпимость к физическим наказаниям и унижению человеческого достоинства.

Дидактические задачи: - развивать умения коммуникативного

прогностического чтения на основе художествен- ного текста,

- учить прогнозировать содержание читаемого,

- развивать умения устной речи на основе прочитан-

ного, умение давать собственную оценку событиям,

героям, принимать участие в дискуссии,

- учить вычленять и интерпретировать лексику

с культурным компонентом,

- расширить активный и пассивный словарь учащихся

по теме.

Воспитательные задачи: - воспитание эмпатии к другим людям,

- формирование умения прийти на помощь товарищу

в трудной ситуации,

- воспитание уважительного отношения к однокласс-

никам,

- воспитание толерантного восприятия иного мнения

во время дискуссии по теме.

Развивающие задачи: - углубление культурно-страноведческих знаний учащихся по теме “Современная австрийская семья”, “Школа в Австрии”,

“Жизнь сверстников в Австрии”,

- совершенствование умения сравнивать факты различных проявлений культурного характера в России и Австрии.

Оснащение: копии с текстом (отрывок из первой главы повести

австрийской писательницы Миры Лобэ

“ Die Sache mit dem Heinrich ” )

Ход урока:

1.Введение в тему.

Lehrer: Wir besprechen heute ein sehr wichtiges Thema: Konflikte in der Familie zwischen Kindern und Eltern.

Wie meinen Sie, wann kann es zu einem Konflikt kommen?

Schuler 1: Wenn die Kinder schlechte Noten in der Schule haben.

Schuler 2: Wenn die Kinder spat nach Hause kommen.

Schuler 3: Wenn die Kinder ihr Zimmer in Unordnung halten.

Schuler 4: Wenn die Kinder zu Hause nicht helfen wollen.

Schuler 5: Wenn die Kinder mehr Taschengeld verlangen.

Schuler 6: ...

Lehrer: Ja.Es gibt mehrere Situationen im Familienleben, wo Konflikte entstehen konnen.

Wie nennen Erwachsene die Kinder, die sich gut benehmen? Was sagen sie dann?

Schuler 1: gutes Kind

Schuler 2: braves Kind

Schuler 3: Das Kind ist gut erzogen.

Schuler 4: Das Kind benimmt sich gut.

Schuler 5: Das Kind versteht, sich gut zu benehmen.

Schuler 6: ...

Lehrer: Wie belohnen die Eltern ihre Kinder?

Schuler 1: Sie schenken dem Kind ein Geschenk.

Schuler 2: Sie kaufen dem Kind Su?igkeiten.

Schuler 3: Sie geben dem Kind mehr Taschengeld.

Schuler 4: Sie nehmen das Kind auf die Reise mit.

Schuler 5: Sie ...

Lehrer: Und die Lehrer? Wie belohnen die Lehrer ihre Schuler?

Schuler 1: Sie geben dem Schuler eine gute Note.

Schuler 2: Sie loben den Schuler in der Klasse und sagen „Brav,

sehr brav!“ oder „Gutes Kind!“

Schuler 3: Sie ...

Lehrer: Was sagen Erwachsene, wenn die Kinder sich schlecht benehmen?

Schuler 1: Unerzogen.

Schuler 2: Unartig.

Schuler 3: Nicht brav.

Schuler 4: Das Kind benimmt sich schlecht.

Schuler 5: Benimm dich!

Schuler 6: ...

Lehrer: Wie bestrafen Erwachsene unartige Kinder?

Schuler 1: Sie schimpfen auf die Kinder.

Schuler 2: Sie verbieten den Kindern das Telefonieren.

Schuler 3: Die Kinder konnen Hausarrest bekommen.

Schuler 4: Manchmal schlagen die Eltern ihre Kinder.

Schuler 5: ...

2.Работа с художественным текстом “ Die Sache mit dem Heinrich ”

2.1. Прогнозирование содержания повести на основе титульного листа.

Lehrer: Sehen Sie sich die Titelseite an! Welche Informationen koennen Sie

der Titelseite entnehmen.

Schuler 1: Das Buch hei?t „Die Sache mit dem Heinrich“.

Schuler 2: Die Autorin hei?t Mira Lobe.

Schuler 3: ...

Lehrer: Wie finden Sie den Titel des Buches? Was sagt der Titel?

Schuler 1: Es klingt so, als wenn es sich um etwas Kriminelles handelt.

Schuler 2: Sachen gibt es in der Polizei oder im Gericht.

Schuler 3: Im Buch kann es um eine kriminelle Sache mit einem Jungen gehen.

Schuler 4: ...

Lehrer: Wen konnen sie auf dem Bild sehen?

Schuler 1: Im Vordergrund sehen wir zwei Madchen.

Schuler 2: Ein Madchen hat Turnschuhe um ihre Schulter. Vielleicht gehen

die Madchen in die Sporthalle.

Schuler 3: Sie haben einen Sportunterricht.

Schuler 4: Sie konnen einen Sportclub besuchen.

Schuler 5: Im Hintergrund sehen wir einen Jungen.Er tragt eine lange Sporthose.

Er schnurt die Sportschuhe zu.

Schuler 6: Sein Rucken sieht komisch aus.

Schuler 7: Der Junge hat Striemen auf seinem Rucken.

Schuler 8: Jemand hat ihn geschlagen.

Schuler 1: Oder verprugelt.

Schuler 2: Ich glaube, auf seinem Rucken sind Spuren von einem Riemen geblieben. Es sieht so aus, als ob der Junge die Prugelei von seinen Eltern bekommen hat.

Schuler 3: Schrecklich!

Schuler 4: Aber das passiert ab und zu.

Schuler 5: ...

2.2.Lehrer : Also Sie verstehen die Probleme, die in diesem Buch behandelt werden.Wollen wir jetzt den ersten Teil des Textes lesen.

Nehemen Sie das Arbeitsblatt 1 zur Hand.

Lesen Sie den Text und sagen Sie:

Wo und wann spielt die Handlung? Wie hei?en die Figuren?

Arbeitsblatt 1

In der funften Stunde war Turnen. Die 4b beeilte sich in den Umkleideraum zu kommen.Turnen war beliebt.Schade um jede verlorenen Minute.

Julia und Sabine sa?en oben in der Klasse.Die eine diktierte, die andere schrieb.Sabine war heute den ersten Tag wieder da, ein bisschen blass nach einer Sommergrippe, aber sonst ganz munter.Sie lie? sich von Julia die Hausaufgaben der letzten Woche ansagen.Das verlangte nicht etwa die Lehrerin ( Frau Schonhaus, von den Kindern liebevoll „die Schonmaus“ genannt ), das verlangte Sabines Vater.Er war eifrig dahinter, dass seine Tochter alles Versaumte nachholte,

damit sie nur ja wieder das gewohnte Vorzugszeugnis heimbrachte. Ein Glanz- und –Gloria – Zeugnis mit lauter „sehr gut“.

Julia fand, dass Sabine einem Leid tun konnte.Es musste schlimm sein, so ehrgeizige Eltern zu haben.Ihre waren anders – zum Gluck.Die freuten sich uber jeden Zweier, waren aber auch mit einem Dreier zufrieden.Und wenn es einmal schief ging und ein roter Vierer im Heft stand, dann sagten sie nur: Sorg dafur, dass du es beim nachsten Mal wieder gut machst! Oder sie sagten: Vierer sind so

verdammt nah am Abgrund und das muss doch wirklich nicht sein...

2.3.Обсуждение прочитанного.

2.3.1.Выполнение заданий, сформулированных перед чтением первой части текста. Учащимся необходимо определить место действия и назвать главных персонажей первой части текста, доказать свою точку зрения, опираясь на текст.

2.3.2.Место действия: die Grundschule, die Klasse 4b, das Klassenzimmer

2.3.3.Главные герои: Sabine, Julia, Frau Schonhaus, die Lehrerin

2.3.4.Характеристика героев:

Sabine:

Julia:

Frau Schonhaus:

Определите, какие предложения относятся к этим пресонажам:

Sie hat ergeizige Eltern.

Die Kinder lieben sie.

Sie war ein bisschen blass nach einer Sommergrippe.

Ihre Eltern sind mit jeder Note zufrieden.

Jedes Jahr bringt sie ein Vorzugszeugnis nach Hause.

2.3.5. Вычленение культурного компонента из некоторых лексических единиц:

das Zeugnis

das Glanz-und-Gloria- Zeugnis

der Zweier

der Dreier

sehr gut

Учитель просит учащихся объяснить, почему учащиеся в Австрии учатся летом, какова шкала оценок в школах Австрии. На основе прочитанного отрывка учащиеся выдвигают гипотезы.

Затем учитель расширяет их культурно-страноведческие знания по теме “Школа в Австрии” посредством комментария:

- летние каникулы в этой стране длятся полтора месяца,

- шкала оценок в австрийских школах следующая:

1 - sehr gut

2 - gut

3 - befriedigend

4 - genugend

5 - ungenugend

- ученики называют отметки так:

1 - ein Eiser

2 - ein Zweier

3 - ein Dreier

4 - ein Vierer

5 - ein Funfer

- в конце учебного года учащиеся получают табель ( ведомость ) с оценками за учебный год –das Zeugnis,

табель успеваемости с одними “пятерками” называют шутливо “ Glanz-und Gloria-Zeugnis”

2.3.6. Помощь учащимся в понимании наиболее сложных предложений первой части текста ( по мере необходимости ).

Учитель просит учащихся определить виды придаточных предложений и перевести сложноподчиненные предложения на русский язык.

Er war eifrig dahinter, dass seine Tochter alles Versaumte nachholte, damit sie nur ja wieder das gewohnte Vorzugszeugnis heimbrachte.

Julia fand, dass Sabine einem Leid tun konnte.

Sorg dafur, dass du es beim nachsten Mal wieder gutmachst.

3. Lesen Sie den Text weiter und sagen Sie: Wen haben die Madchen im Umkleideraum erblickt? Warum waren Julias Augen gro? vor Schreck?

Arbeitsblatt 2

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Sabine war fertig und schnappte die Schultasche zu.

„Komm!Die haben sicher schon langst angefangen...“

Sie rannten, ihre Turnbeutel schwingend, uber die gro?e Treppe, durch den Hof und die Stufen in den Umkleideraum hinunter. Er war leer.Uber ihren Kopfen trampelte gerauschvoll die 4b.

Sabine schnupperte und zog die Nase kraus. Es roch ungeluftet, nach Hunderten vom Turnen verschwitzten Kindern.

„Iii! Hier muffelt s.“

Ist ja auch kein Rosengarten!“,sagte Julia.

„Und kein Tannenwald...“

„Und kein Frisiersalon...“

Sie kicherten, wahrend sie zwei leere Kleiderhaken suchten.Der Umkleideraum lag im Halbdunkel.Durch die schmalen Oberlichter, die auf den Hof hinausgingen, kam nur wenig Licht herein. Ganz hinten an der Mauer bewegte sich etwas.

„Wer ist denn das?“, fragte Sabine laut. „Ist das der Heinrich?“

Ein magerer Junge satand dort, drehte ihnen den nackten Rucken zu und stieg hastig in seine Trainingshose.

Julias Augen waren gro? vor Schreck.Der Junge hatte Striemen quer uber die Schenkel bis zu den Kniekehlen. Zwischen den Schultern waren zwei gro?e, blutunterlaufene Flecke.Als er die Hose endlich anhatte, zerrte er sich die Jacke uber den Kopf und rannte durch den Gang in Richtung Turnsaal.

„Du spinnst wohl!“, rief Sabine hinter ihm her.“Bei dieser Affenhitze im Trainingsanzug! Sag der Schonmaus, dass wir auch gleich kommen!“

Er gab keine Antwort.

3.1.Самостоятельное чтение второй части текста.

3.2. Ответы на вопросы, поставленные учащимся перед чтением:

Wen haben die Madchen im duklen Umkleideraum erblickt?

Warum hatte Julia gro?e Augen?

Wie konnte der Junge die blutunterlaufenen Flecke auf dem Rucken bekom-

men?

Warum zog der Junge bei der Hitze die lange Sporthose an?

3.3. Задание учащимся на прогнозирование дальнейшего содержания текста:

Wie glauben Sie, wie reagierten die beiden Madchen darauf, was sie gesehen

hatten?

Wie reagierte Julia?

Wie reagierte Sabine?

Учащиеся строят предположения о том, как отреагировали девочки на следы побоев на теле Генриха.

3.4. Чтение третьей части текста.

Arbeitsblatt 3.

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Er gab keine Antwort.

Es war auch keine zu erwarten. Er sprach selten und ungern.“Heinrich der Schweiger“ nannte ihn der Religionslehrer, wenn er gut gelaunt war. Bei schlechter laune sagte er: So etwas von Maulfaulheit wie beim Swoboda Heinrich sei ihm noch nie untergekommen.

Julia hatte sich auf die Bank fallen lassen. Sie kniff die Augen zu.Aber das Bild blieb: die Striemen, die Blutergusse.Das bring ich nie mehr weg..., dachte sie.

„Was hast du denn?“,fragte Sabine.

„Ich – ich hab so was noch nie gesehen.Der ist grun und blau geschlagen.Wer hat ihn blo? so zugerichtet?“

Sabine zuckte die Schultern.

„Sein Vater wahrscheinlich.Oder seine Mutter.Oder beide.Der hat halt wieder mal seine Prugel gekriegt – hast du das nicht gewusst?“

Sie holte die Turnschuhe aus Julias Beutel.“Kommst du jetzt mit oder bleibst du hier picken und regst dich uber den Heinrich auf?Wir konnen eh nichts tun fur ihn.Und uberhaupt: Der geht uns doch gar nichts an.“

3.5.Проверка гипотез после чтения текста.

4. Задание учащимся перед чтением четвертой части текста:

Lesen Sie den Text und sagen Sie: Was haben Sie uber Heinrich Swoboda erfahren? Wie finden Sabine und Julia Ohrfeige als Strafe?

4.1.Чтение четвертой части текста.

Arbeitsblatt 4.

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Eigentlich ging er niemanden was an – der Heinrich Swoboda.Sie hatten ihn am Anfang des Schuljahres von der vorigen Vierten geerbt, er war hangen geblieben, ein gutes Jahr alter als die anderen, fast zwolf. Ein einzelganger, eher klein und drahtig, ein miserabler Schuler in allen Fachern. Au?er im Turnen. Da war er der Beste.Der Schnellste im Laufen, der Hochste und Weiteste im Springen, der Tuchtigste beim Gerateturnen: Am Reck, am Barren, am Pferd vollbrachte er wahre Kunststucke. Da hatte er Mut. Bei Raufereien war er eher feig, duckte sich, hielt sich abseits.

Sabine wurde ungeduldig.

„Jetzt lass doch den Heinrich! So was passiert halt manchmal. Du tust ja grad, als hattest du noch nie was abgekriegt ...“

„Hab ich auch nicht.“

„Na geh! Wirklich nie? Keinen Klaps? Keine Ohrfeige? Du wirst doch nicht behaupten, dass du nie eine Strafe bekommst!“

„Strafe – ja. Aber anders.Nicht so.Keine Hiebe.Hiebe gibt es bei uns nicht. Bei euch etwa?“

Sabine dachte nach.

„Also Hiebe – ist zu viel gesagt.Aber ab und zu eine geschnalzt, ich meine eine gesunde Watschen – das schon.“

Julia sagte grollend: „Mochte wissen, was an einer Watschen gesund ist.“

„Frag meine Mama.Bei der hei?t das so.Eine gesunde Watschen, sagt sie, die hanoch keinem geschadet.“

Sabine lachte und argerte sich, dass Julia den mutterlichen Spruch nicht ebenso lustig fand wie sie.“Bist du endlich so weit? Dann komm!“

Auf dem Weg zum Turnsaal hinauf fragte Julia: „Ob er gemerkt hat, dass wir was gemerkt haben?“

„Der Heinrich? Und wenn schon: Das ist dem doch egal – wenn du es genau wissen willst – dem ist alles egal!“

Julia war anderer Meinung. Dem war das nicht egal.Dem war das sehr unangenehm, der schamte sich. Sonst hatte er seine blauen Flecke nicht im Trainings-Tarnanzug versteckt...

4.2.Обсуждение прочитанного: как героини повести относятся к физическому наказанию детей в семье.

Wie bestrafen die Eltern ihre Kinder?

Passiert das oft?

Warum finden manche Eltern eine Watschen gesund?

Was meint Sabine dazu?

Was mein Julia?

Hat Julia solch eine Strafe bekommen?

Und Sabine?

Wie finden Sie „eine gesunde Watschen“?

4.3.Характеристика Генриха Свободы. Учащиеся собирают материал о герое повести из всех прочитанных частей текста.

Heinrich Swoboda

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wohnt mit seiner Mutter und mit seinem Stiefvater

mager

klein

drahtig

ein miserabler Schuler in allen Fachern

lernt schlecht, ist in der vierten Klasse sitzen geblieben

ist ein gutes Jahr aler als die anderen, fast zwolf

sehr schweigsam

spricht selten

nennt der Religionslehrer „Heinrich der Schweiger“.

bekommt oft Prugel

bekommt Strafen von seiner Mutter oder von seinem Schwiegervater

ist grun und blau geschlagen

hat Striemen quer uber die Schenkel bis zu den Kniekehlen

hat zwei gro?e blutunterlaufene Flecke zwischen den Schultern

schamt sich der Blutergusse

ist im Turnen der Beste

ist der Schnellste im Laufen, der Hochste und Weiteste im Springen, der Tuchtigste beim Gerateturnen: am Reck, am Barren, am Pferd vollbringt er wahre Kunststucke.

hat Mut im Sport.

ist bei Raufereien eher feig, duckt sich, halt sich abseits.

5.Чтение пятой части текста.

5.1.Задание перед чтением: прочитайте следующую часть текста и скажите, почему Юлия чуть не расплакалась на уроке физкультуры.

Warum war Julia beinahe beim Heulen?

Arbeitsblatt 5

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Die Madchen waren schon im Turnsaal und mischten sich unter die „Leibesubungen-zur-Auflockerung“ treibende 4b.Die Klasse hupfte um die Schonmaus herum, die das Tamburin schlug.Nackte arme kreisten wie Windmuhlenflugel, nackte Beine ruderten wie bei schwimmenden Froschen.Der lange Matthias fing an zu quaken und die 4b fiel quakend ein, bis ein Tamburinwirbel dem Froschkonzert ein Ende machte.

Julia beobachtete den Heinrich, der ihr geguberstand.Sehr verloren stand er da, sehr auffallig in seinem grunen Trainingsanzug, und machte nicht mit.Er wedelte nur zum Schein ein bisschen mit Handen und Fu?en und zeigte deutlich, dass er von dem kindischen Gehupfe und Gequake nichts hielt.Und au?erdem,dachte Julia, muss ihm doch jede Bewegung wehtun.

Anschlie?end ging es an die Gerate.Die Sprungmatten wurden herbeigeschleift, eine Halfte der 4b kam zu den Ringen, die andere zu den Leitern.Julia wr Helferin bei den Ringen, musste die schwacheren Turner absto?en und am Schluss beim Absprung auffangen. Die Kinder standen in der Reihe. Als der Heinrich drankam, straffte er sich, packte die Ringe und legte los wie einer, der im Zirkus auftritt. Julia wich einen Schritt zuruck, damit er sie nicht uber den Haufen schaukelte.Mit ein paar Schwungen war er oben, steckte beide Fu?e durch die Ringe, rutschte durch, bis er in den Kniekehlen hing. Seine langen blonden Haare fegten im Auf- und Abschwingen den Boden.Plotzlich war zwischen den hellen Strahnen eine dunkle Stelle zu sehen.Julias Herz schlug schneller vor Schreck, sie hoffte sich getauscht zu haben.Aber als er wieder vorbeischwang, sah sie die kahle, blutverkrustete Wunde am Hinterkopf ganz deutlich. Beim nachsten Schwung griff er sich an den Seilen hoch, zog die Fu?e aus den Ringen und sprang auf die Matte.

„Bravo, Heinrich!“, rief ihm die Schonmaus zu.

Julia musste schlucken.Dass es so etwas gab! Dass jemand ein Kind bei den Haaren packte und ihm ein Buschel ausriss, dass gleich ein Stuck Kopfhaut mitging...

Ihre Unterlippe zitterte, gleich wurde sie losplarren.

5.2. Проверка выполнения задания, полученного учащимися перед чтением текста.

Warum war Julia so erschrocken?

Was hat sie am Heinrichs Kopf erblickt?

5.3. Восстановление смысловых связей прочитанного текста.

Расположите предложения в сюжетной последовательности.

In der Sportstunde

Die Lehrerin war mit Heinrich sehr zufrieden.

Im Turnsaal machten die Schuler Leibesubungen zur Auflockerung.

Plozlich erblickte Julia zwischen den hellen Strahnen eine dunkle Stelle.

Dann gingen die Schuler an die Gerate.

Die Lehrerin schlug das Tamburin.

Julia war beim Heulen.

Heinrich kam an die Ringe, packte sie und machte die Ubung meisterhaft.

Die eine Gruppe kam zu den Ringen, die andere zu den Leitern.

Die Kinder hupften und quakten wie Frosche.

Sie schleiften die Sprungmatten herbei.

Julias Herz schlug schneller vor Schreck.

Das war eine kahle, blutverkrustete Wunde am Hinterkopf.

Fur Julia war das ein Schock.

5.4.Помощь учащимся в освоении словарного состава пятой части: тематический словарь „Sportstunde“

Учащимся предлагается самостоятельно составить тематический словарь на основе прочитанной пятой части текста.

Данное задание можно выполнять в парах либо в малых группах ( в зависимости от наполняемости класса).

Предварительно учитель и учащиеся обсуждают, в какой форме может быть составлен тематический словарь:

- в форме ассоциограммы,

- в форме распределения лексических единиц по частям речи,

- в форме иллюстрированного словаря,

- в форме толкового одноязычного словаря,

- в форме тематического двуязычного словаря,

- в форме словаря синонимов,

- ...

Учащиеся выбирают форму выполнения задания.

5.5.Самостоятельная работа учащихся по составлению тематического словаря .

Вариант А

Turner den schwacheren Schulern helfen

Ubungen machen Leibesubungen zur Auflockerung

springen Sportstunde laufen

----------------

Trainingsanzug sich bewegen Sprungmatten

die Ringe die Leitern

 

 

Вариант В

Substantive: der Sport, der Sportunterricht, die Sportstunde, der Turnsaal,

die Leibesubung, der Trainingsanzug, das Sportgerat, die Ringe,

die Leitern, der Turner, der Absprung, der Schwung,

das Aufschwingen, das Abschwingen, die Seile,

die Sprungmatte

Verben: treiben, sich bewegen, springen, laufen, rudern, schwimmen,

hupfen,mitmachen, absto?en, auffangen sich straffen, packen,

loslegen,schwingen, schaukeln, weh tun

Вариант С

Синонимичный тематический словарь

a) der Sportsaal = die Sporthalle

die Sportstunde = der Sportunterricht

die Sportubung = die Leibesubung

der Sportanzug = der Trainingsanzug

b) herumhupfen = herumspringen

ein Ende machen = beenden

mitmachen = die Ubung mit den anderen Schulern machen

loslegen = mit viel Energie beginnen

einen Schritt zuruck weichen = einen Schritt zuruck machen

5.6. Работа над грамматической стороной прочитанного текста.

5.6.1. Сделайте анализ сложных предложений. Определите вид придаточных. Переведите сложноподчиненные предложения на русский язык.

Die Klasse hupfte um die Schonmaus herum, die das Tamburin schlug.

Die 4b fiel quakend ein, bis ein Tamburinwirbel dem Froschkonzert ein Ende machte.

Er zeigte deutlich, dass er von dem kindischen Gehupfe und Gequake nichts hielt.

Als der Heinrich drankam, straffte er sich, packte die Ringe und legte los wie einer, der in Zirkus auftritt.

Julia wich einen Schritt zuruck, damit er sie nicht uber den Haufen schaukelte.

Er rutschte durch, bis er in den Kniekehlen hing.

Aber als er wieder vorbeischwang, sah sie die kahle, blutverkrustete Wunde am Hinterkopf ganz deutlich.

5.6.2.Закончите предложения.

Erganzen Sie die Satze.

a) Als die Madchen ..., machten die Schuler der 4b Leibesubungen zur Auflockerung.

Als die Schuler die Sprungmattenn ..., ging es an die Gerate.

Als Heinrich an die Ringe ..., straffte er sich und packte die Ringe.

Als der Junge ...?, erblickte Julia eine blutverkrustete Wunde.

Als er die Ubung ..., lobte ihn die Lehrerin.

b) Im Zentrum des Kreises stand die Lehrerin, die ...

Das war der lange Matthias, der ...

Julia beobachtete den Heinrich, der ...

Julia war helferin, die ...

Heinrich legte los wie einer, der ...

Die Lehrerin lobte den Heinrich, der ...

5.6.3. Соедините предложения с помощью союзов в соответствии с содержанием прочитанного текста.

Julia sah eine kahle Wunde. Ihr Herz schlug schneller.

Die Kinder hupften um sie herum.Die Lehrerin schlug das Tamburin.

Die Madchen kamen in den Sportsaal. Die anderen Schuler machten Leibesubungen.

Die Schuler haben die Sprungmatten herbeigeschleift.Es ging an die Gerate.

Julia konnte sich nicht vorstellen. Es gab so etwas.

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dass,als,nachdem,wahrend

6. Чтение шестой части текста.

6.1.Задание перед чтением: прочитайте текст и скажите, как ученики относятся к наказаниям .

Arbeitsblatt 6

Im Umkleideraum war eine schlacht im Gange. Die 4b bewarf sich gegseitig mit Kleidungsstucken. Socken, Leiberln, Turnschuhe segelten durch die Luft.

Julia sah sich nach dem Heinrich um. Der sei schon fort, sagte Sabine. So wie er war, im Trainingsanzug, habe er sich verzupft.

Der Schuldiener erschien, klimperte mit den Schlusseln und trieb alle hinaus. Sie trotteten uber den Hof und blieben noch eine Weile vor der Schule stehen.

„Sagt mal, habt ihr das gewusst“, fragte Julia,“dass der Heinrich Hiebe kriegt?“

Einige nickten, einige zuckten die Schultern.

„Sein Alter sauft“, sagte Matthias.

„Deshalb muss er doch nicht hauen!“Marlies schuttelte den Kopf.Ihr Vater trank auch manchmal ein Glas zu viel, dann wurde er laut und lustig, aber geschlagen hatte er sie noch nie.

Sabine grub einen Apfel aus der Schultasche, biss ab und schickte ihn in die Runde. Sie durfte von ihrem Pausen-Fruhstuck nichts nach Hause bringen. „Die Julia behauptet,dass sie noch nie eine gefangen hat. Ihre Eltern machen das anders, sagt sie. Ohne Hauen.“

„Wie denn?“, wollte Stefan wissen.“Hausarrest? Kein Fernsehen und so? Das kennt man schon.Da sind mir ein paar Watschen lieber.“

Die anderen gaben ihm recht. Zwei, drei Ohrfeigen, da sei doch nichts dabei, das sei normal und gehore einfach dazu.

„Bei uns daheim ist es die Mama“, sagt Matthias.“Die regt sich immer gleich auf und schmiert mir eine, noch bevor ich wei?, warum. Einmal hab ich ihre funf Finger noch am nachsten Tag im Gesicht gehabt.“ Er lachte und rieb sich die Wange. „Aber ich mach mir nichts draus. Da hatte ich viel zu tun, wenn ich bei jeder Watschen ein Trara machen wollte.“

„Genau!“ Sabine nickte und warf Julia einen langen Blick zu.Da horst du es, sagte der Blick.

„Aber beim Heinrich ist es mehr gewesen als nur ein paar Watschen,“ sagte Julia.

Matthias nickte.“Das stimmt. Der kriegt es mit dem Gurtel“.Und er setzte hinzu:

„Dabei ist das gar nicht sein richtiger Vater“.

Julia fragte, was das damit zu tun habe.“Auch richtige Vater durfen nicht schlagen.

Prugeln ist verboten.“

„Richtige durfen!“, widersprach Sabine.Sie betrachtete den Apfel, der unterdessen im Kreis herumgegangen war, und warf den Rest in den Rinnstein.“Au?erdem wissen wir doch gar nicht, ob der Heinrich nicht irgendetwas angestellt hat.“

Micky sagte: „Der muss gar nichts weiter anstellen. Es genugt,wenn sein Vater sich die Hefte anschaut.Lauter Funfer.Wenn der so weitermacht, bleibt er wieder sitzen.Der ist einfach blod, der Swoboda.“

Matthias schuttelte den Kopf. „Irrtum! Der ist uberhaupt nicht blod. Der ist sogar ziemlich schlau. Der wei? Sachen, von denen ihr keine Ahnung habt ...“

Sie machten neugierige Augen, ruckten naher heran und wollten wissen, was fur Sachen.

„Das sag ich nicht.“ Matthias griff nach der Schultasche zwischen seinen Fu?en. „Servus! Ich muss heim.“ Damit rannte er davon.

Sabine sagte nachdenklich: „Ich glaub auch nicht, dass der Heinrich dumm ist.Er hat einfach keine Lust. Dabei gibt sich die Schonmaus eh solche Muhe mit ihm.“

Julia dachte: Wenn ich zu Hause so behandelt wurde wie der Heinrich, hatte ich auch keine Lust. Auf die Schule nicht – und auf sonst auch nichts.

Bis zur Grabenstra?e hatten die Freundinnen denselben Weg. Sie gingen stumm

nebeneinanderher, bis Sabine es nicht mehr aushielt. „Sei nicht so komisch: Fur mich ist der Heinrich ein zuwiderer Kerl und fur dich ist er es bis heute doch auch gewesen. Du hast dir nie was aus ihm gemacht.“

Julia schob ihren Arm unter Sabines Arm.

„Versteh doch, Bine! Man darf das nicht einfach hinnehmen, dass auf den Heinrich losgeschlagen wird wie auf ein Stuck Holz. Man muss uberlegen, wie man das andern kann.Meinst du nicht auch?“

Sabine schwieg.Erst als sie sich in der Grabenstar?e trennten, hob sie die Schultern und lie? sie wieder fallen.

„Was willst du da andern? Kindern gehoren ihren Eltern. Und die konnen mit ihnen machen, was sie wollen.“

6.2. Обсуждение прочитанного.

Wer bestraft den Heinrich?

Warum bekommt Heinrich Strafen?

Wie bestraft man ihn zu Hause?

Wie finden die Kinder diese Strafen?

Warum hat Heinrich keine Lust auf die Schule?

Was erzahlte Matthias uber Heinrich?

6.3. Дискуссия по теме текста: как учащиеся оценивают мнения австрийских детей по поводу физических наказаний.

Wie finden Sie die Aussagen osterreichischer Kinder? Stimmen Sie ihnen zu oder nicht?

„Zwei, drei Ohrfeigen, da sei doch nichts dabei, das sei normal und gehore einfach dazu.“

„Auch richtige Vater durfen nicht schlagen. Prugeln ist verboten.“

„Kinder gehoren ihren Eltern. Und die konnen mit ihnen machen, was sie wollen.“

7. Задания учащимся на дом : выберите одно из заданий и приготовьте развернутое высказывание по теме :

- подумайте, как бы вы смогли помочь Генриху.

Wie wurden Sie Heinrich helfen?

- как вы относитесь к известным наказаниям детей родителями.

Выскажите свою точку зрения.

Wie finden Sie die bekannten Strafen fur Kinder in der Familie?

- как вы думаете, смогут ли ребята помочь Генриху Свободе?

Wie meinen Sie, gelingt es den Kindern dem Heinrich zu helfen?

8. Подведение итогов учебного занятия.

Источник:

Mira Lobe. Die Sache mit dem Heinrich. Wien, Munchen: Arena, 6.Auflage, 1999.